Schutz: Mehr als nur saubere Finger: Warum Handschuhe für Gartenarbeiten sinnvoll sind

Wenn die Frühblüher ihre Köpfe aus der Erde strecken, kribbelt es so manchem Hobbygärtner bereits in den Fingerspitzen. Selbst wenn es noch zu früh zum Umtopfen oder Aussäen ist, werden erste Vorbereitungen für die Gartensaison getroffen. Was dabei nicht fehlen darf, sind passende Handschuhe. 

Wer einen Garten besitzt, weiß um die regelmäßig anfallenden Arbeiten, die vom Frühjahr bis in den Herbst reichen: Bäume müssen zurückgeschnitten, Laub eingesammelt und der Rasen gemäht werden. Bauen Sie ihr eigenes Obst oder Gemüse an, stehen weitere Aufgaben wie das Umgraben, Unkrautjäten oder Umtopfen auf der Tagesordnung. Unabhängig davon, welcher Arbeit Sie nachgehen, ist das Tragen von Gartenhandschuhen empfehlenswert. Denn sie dienen nicht nur dazu, die Hände sauber zu halten. Welche Gründe noch dafür sprechen und was Sie beim Kauf beachten sollten, wird in diesem Artikel erläutert.

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Diese Gründe sprechen für Handschuhe

Dass Gartenhandschuhe einzig und allein dazu dienen, Ihre Hände und Fingernägel vor Feuchtigkeit, Erde oder Schmutz zu bewahren, ist nicht korrekt. Tatsächlich bringt das Tragen viele weitere Vorteile mit sich: 

Ob beim Unkrautjäten oder Rosenschnitt: Viele Pflanzen und Sträucher sind so widerspenstig, dass sie beim Entfernen mit den Händen Ihre Haut verletzen können. Schmerzhafte Stiche, Schnitte oder Schwellungen lassen sich vermeiden, wenn Sie Handschuhe überziehen. Wenn Sie keinen Schutz im Garten tragen, sind feine Risse oder Schnitte an Händen und Armen keine Seltenheit. Dadurch können Pilze und Bakterien, die sich in Böden und Pflanzen finden, in Ihre Haut eindringen und Infektionen begünstigen – wie zum Beispiel die Rosengärtnerkrankheit.Um sich vor Insektenstichen zu schützen, kann das Tragen von Handschuhen ebenfalls sinnvoll sein – immerhin gibt es im Garten allerhand Getier (Wespen und Ameisen, Mücken und Käfer), das stechen und beißen kann. Im Idealfall tragen Sie lange Handschuhe, um die Arme zu schützen.Zu guter Letzt können Sie Ihre Haut vor Chemikalien (und damit einhergehend Hautreizungen, -ausschlägen oder allergischen Reaktionen) schützen, wenn Sie Handschuhe tragen. Diese finden sich in Herbiziden und synthetischen Düngemittel, die für den privaten Gebrauch erlaubt sind. 

Diese Handschuhe eignen sich für den Garten

1. Gartenhandschuhe mit Mobile Touch

Normal

Die Pflanz- und Bodenhandschuhe von Gardena bestehen aus einem flexiblen Material, das an Bund und Handrücken dehnbar ist. Durch eine sogenannte Nitril-Beschichtung in der Innenfläche sollen Ihre Hände vor Feuchtigkeit geschützt werden. Darüber hinaus besitzen die Gartenhandschuhe eine Touch-Funktion an Daumen und Zeigefinger, um damit das Smartphone bedienen zu können. Das Modell ist von S bis XL erhältlich. Es gibt auch eine Kindergröße.

2. Rosenhandschuhe

Rosen

Wie der Name richtig vermuten lässt, sollen diese extralangen Gartenhandschuhe aus weichem Kunstleder Ihre Hände und Arme vor spitzen Dornen schützen – etwa, wenn Sie Ihre Rosen zurückschneiden müssen oder andere Gartenarbeiten ausüben, die mit schmerzhaften Schnittverletzungen einhergehen können. Über eine verstellbare Manchette soll eine ideale Passform möglich sein. Das dornenfeste Modell ist in fünf Größen (XS bis XL) erhältlich. 

3. Wasserdichte Gartenhandschuhe

Wasser

Gewöhnliche Gartenhandschuhe bieten ein gewisses Maß an Schutz vor Feuchtigkeit, sind aber nicht wasserfest – anders als dieses Modell: In vier Größen erhältlich (S bis XL), wurde hier doppeltes Latex an Handfläche und Fingern verarbeitet, um Hände und Finger möglichst lange trocken zu halten. Wichtig zu wissen ist, dass nur wasserdichte Handschuhe wie diese hier dauerhaft vor Feuchtigkeit schützen können. 

4. Strauchpflegehandschuhe

Strauch

Diese Gartenhandschuhe von Gardena (erhältlich in zwei Größen) eignen sich besonders gut für Schneidearbeiten und Arbeiten mit dornigen Sträuchern oder Pflanzen. Zwischen Daumen und Zeigefinger wurde die Innenflächen zusätzlich verstärkt. Zudem findet sich auch an diesem Öko-Tex-zertifizierten Modell eine Mobile-Touch-Funktion zur Smartphone-Nutzung. Der lange Schaft dient dem Schutz der Handgelenke und des Unterarmansatzes.

5. Gefütterte Gartenhandschuhe

gefüttert

An kalten Herbst- und Wintertagen bieten gefütterte Thermo-Handschuhe mehr Komfort und Schutz für Ihre Hände bei anfallenden Gartenarbeiten im Freien – wie zum Beispiel dieses Modell aus recyceltem Polyester, mit warmem Fleece und einer rutschfesten Gummibeschichtung aus Sandy Latex. Es ist in vier Größen erhältlich (S bis XL) und laut Hersteller geprüft nach dem Öko-Tex Standard 100. 

Gartenhandschuhe kaufen: Das gilt es zu beachten

Je nach Materialart haben Gartenhandschuhe unterschiedliche Eigenschaften: Während Baumwolle leichter ist und die Haut besser atmen lässt, bietet Leder einen höheren Schutz. Synthetische Materialien wie Nylon, Latex oder Polyester hingegen sind wasserabweisend, haben dafür aber eine kürzere Lebensdauer. 

Was die Passform angeht, sollten Sie beim Kauf auf die Größe achten – handelt es sich um eine einheitliche Größe, haben Menschen mit kleinen Händen oft das Nachsehen. Für mehr Griffigkeit ist es ratsam, Handschuhe zu wählen, die eine rutschfeste Beschichtung an den Innenflächen oder an den Fingerspitzen haben.

Ob Gartenhandschuhe in der Waschmaschine gereinigt werden können, hängt vom jeweiligen Material ab. Während sich Baumwolle beispielsweise gut waschen lässt, ist das bei Leder nicht der Fall. Überlegen Sie sich im Vorfeld, welche Punkte für Sie am wichtigsten sind und welche Eigenschaften die Handschuhe erfüllen sollten. 

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