GDL-Streik : 37 oder 35 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich – das wollen die Tarifparteien

Die Lokführergewerkschaft GDL hat den bislang längsten Ausstand bei der Bahn ausgerufen. Im Tarifstreit ist ihr die Deutsche Bahn noch nicht weit genug entgegengekommen. So weit liegen die Positionen auseinander.

Die Lokführergewerkschaft GDL bestreikt die Deutsche Bahn ab dem 24. Januar ganze sechs Tage lang. Der Ausstand beginnt im Personenverkehr am frühen Mittwochmorgen um 2 Uhr und endet am Montag, 29. Januar, um 18 Uhr. Die Gewerkschaftsmitglieder bei der für Güterverkehr zuständigen DB Cargo sind bereits ab Dienstag, 18 Uhr zum Streik aufgerufen. Für Pendlerinnen und Pendler stehen erneut schwierige Tage mit absehbar Tausenden Zugausfällen bevor.

GDL: Weniger Arbeit bei vollem Lohnausgleich

Der seit November laufende Tarifkonflikt geht nun in den vierten Arbeitskampf. Der aktuelle Stand der Verhandlung ist folgender:

Die Deutsche Bahn bietet den GDL-Mitgliedern 4,8 Prozent mehr Geld ab August 2024 und weitere 5 Prozent mehr ab April 2025. Zudem ist die Zahlung der Inflationsausgleichsprämie gleich nach einem möglichen Tarifabschluss vorgesehen. Die Laufzeit soll dem DB-Angebot zufolge bei 32 Monaten liegen.

Neuer GDL Bahnstreik6.29

Lokführern und Zugbegleitern bietet die Bahn darüber hinaus an, ab dem 1. Januar 2026 die Arbeitszeit bei gleichem Gehalt von 38 auf 37 Stunden zu reduzieren. Wer sich gegen die Absenkung entscheidet, bekommt gemäß dem Angebot stattdessen 2,7 Prozent mehr Geld. In Summe erhielten die Beschäftigten, die bei der aktuellen Arbeitszeit bleiben, mit dem Angebot brutto 13 Prozent mehr Geld als jetzt.Die GDL fordert eine Arbeitszeitreduzierung für Schichtarbeiter von 38 auf 35 Stunden pro Woche bei vollem Lohnausgleich. Zudem 555 Euro mehr pro Monat sowie eine Inflationsausgleichsprämie bei 12 Monaten Laufzeit.