Extremismus: Bei Geheimtreffen dabei: Unternehmer soll Preis zurückgeben

Thüringens Wirtschaftsministerium will, dass einem Unternehmer aus Ilmenau wegen seiner jetzt bekannt gewordenen Beteiligung am Treffen radikaler Rechter in Potsdam ein Preis aberkannt wird. „Wir prüfen daher, wie die Preisvergabe zum frühestmöglichen Zeitpunkt rechtssicher rückgängig zu machen ist“, sagte ein Ministeriumssprecher in Erfurt. Der Unternehmer habe 2021 den dritten Platz in der Kategorie „Nachfolger“ beim Thüringer Gründerpreis belegt.

Thüringens Wirtschaftsministerium will, dass einem Unternehmer aus Ilmenau wegen seiner jetzt bekannt gewordenen Beteiligung am Treffen radikaler Rechter in Potsdam ein Preis aberkannt wird. „Wir prüfen daher, wie die Preisvergabe zum frühestmöglichen Zeitpunkt rechtssicher rückgängig zu machen ist“, sagte ein Ministeriumssprecher in Erfurt. Der Unternehmer habe 2021 den dritten Platz in der Kategorie „Nachfolger“ beim Thüringer Gründerpreis belegt.

„Die in den Recherchen von Correctiv und netzpolitik.org deutlich gewordene rechtsextremistische Gesinnung des Preisträgers ist offenkundig und empörend“, erklärte der Ministeriumssprecher. Das Ministerium distanziere sich „selbstverständlich und ausdrücklich von verfassungsfeindlichen Gesinnungen und Aktivitäten jeder Art“.

Hintergrund ist ein Bericht des Medienhauses Correctiv aus der vergangenen Woche über ein bis dahin nicht bekanntes Treffen von Rechtsradikalen in einer Potsdamer Villa vom 25. November. An dem Treffen hatten auch mehrere AfD-Politiker sowie einzelne Mitglieder der CDU, der sehr konservativen Werteunion und der Thüringer Unternehmer teilgenommen.