Grüne Woche: Özdemir: Gesicherte Ernährung Beitrag für den Frieden

„Indem wir anderen helfen, helfen wir uns selber“, sagt der Bundesagrarminister und erklärt, warum der Kampf gegen den Hunger auch politisch bedeutsam ist.

Bundesagrarminister Cem Özdemir hat die Bedeutung des Kampfes gegen den Hunger für die weltweite Sicherheit hervorgehoben. „Gesicherte Ernährung ist ein Beitrag für den Frieden“, sagte der Grünen-Politiker am Samstag vor einer Agrarministerkonferenz mit Regierungsvertretern aus rund 70 Staaten in Berlin. Von den acht Milliarden Menschen gehe derzeit jeder zehnte hungrig ins Bett. Die Klimakrise, Russlands Krieg gegen die Ukraine und weitere Konflikte verschärften die Situation. In der globalen Zusammenarbeit komme es auf einen Wissenstransfer und die Stärkung der Eigenversorgung an.

Özdemir verteidigte das internationale Engagement Deutschlands gegen Pauschalkritik, finanzielle Mittel sollten nicht in der Welt, sondern in Deutschland eingesetzt werden. „Indem wir anderen helfen, helfen wir uns selber.“ Dies trage dazu bei, dass die Welt sicherer werde. Für Brasilien, das in diesem Jahr die Präsidentschaft der G20-Gruppe innehat, hob Agrarminister Paulo Teixeira die wichtige Rolle von Kleinbauern und Frauen hervor. Die Agrarkommissarin der Afrikanischen Union, Josefa Sacko, wies auf die Schocks der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs für die Ernährungslage in Afrika hin. Dies habe die Wichtigkeit der Kooperation für eine bessere Versorgung verdeutlicht.