NRW: Diebstähle aus Chemieräumen – Anschlag geplant?

In eine Schule wird mehrmals eingebrochen. Dabei werden Chemikalien gestohlen. Die Polizei hat einen Jugendlichen im Visier. Der Beschuldigte soll den Sicherheitsbehörden offenbar als Islamist bekannt sein.

Nach mehreren Einbrüchen in eine Schule im Raum Detmold hat die Polizei einen Jugendlichen festgenommen, der möglicherweise einen Sprengstoffanschlag geplant hat. Wegen eines politischen Hintergrundes habe der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen, teilten Staatsanwaltschaft Detmold und Polizei Bielefeld am Abend gemeinsam mit.

Mitte Januar soll der Jugendliche zweimal in die Schule im Kreis Lippe eingebrochen sein und dabei Chemikalien aus den Chemieräumen gestohlen haben. Am Donnerstag sei der Tatverdächtige nach einem erneuten Einbruch in der Nähe des Tatortes vorläufig festgenommen worden. Seit heute sitzt er in Untersuchungshaft, heißt es in der Mitteilung. Bislang war er nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten und der Polizei auch nicht bekannt. Zum Tatmotiv werde derzeit ermittelt. Weitere Auskünfte wollen die Behörden mit Verweis auf das jugendliche Alter des Tatverdächtigen derzeit nicht geben.

Zuvor hatte „Der Spiegel“ (Online) über die Festnahme berichtet und von einem 17-jährigen jugendlichen Konvertiten geschrieben. Der Beschuldigte sei den Sicherheitsbehörden offenbar als Islamist bekannt gewesen. Ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Innenministeriums verwies auf die Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft und wollte keine weitergehenden Infos mitteilen.