Extremismus: Badische Kirchenspitzen: Deutlich gegen rechts

Nach dem württembergischen Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl haben sich auch die Spitzen der badischen Kirchen deutlich gegen rechts positioniert. „Wir stehen ein für eine demokratische Gesellschaft und für die unverlierbare Würde jedes Menschen“, heißt es in einem gemeinsamen Statement des Freiburger Erzbischofs Stephan Burger und der Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Baden, Heike Springhart. „Wer diese Würde mit Füßen tritt und sich von Rassismus und Menschenverachtung leiten lässt, verlässt den Boden unserer Demokratie.“

Nach dem württembergischen Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl haben sich auch die Spitzen der badischen Kirchen deutlich gegen rechts positioniert. „Wir stehen ein für eine demokratische Gesellschaft und für die unverlierbare Würde jedes Menschen“, heißt es in einem gemeinsamen Statement des Freiburger Erzbischofs Stephan Burger und der Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Baden, Heike Springhart. „Wer diese Würde mit Füßen tritt und sich von Rassismus und Menschenverachtung leiten lässt, verlässt den Boden unserer Demokratie.“

Mit rechtsradikalen und populistischen Gruppen mit einem demokratie- und menschenverachtenden Programm sei eine Zusammenarbeit nicht möglich, betonten Burger und Springhart zudem. „Wir stehen als evangelische und katholische Christen zusammen gegen die rechtsextremistische Spaltung unserer Gesellschaft und für ein breites Bündnis für Demokratie und Menschenrechte.“

Zuvor hatte Landesbischof Gohl bereits erklärt, er halte die Wahl der AfD für unvereinbar mit dem christlichen Glauben. In einem Artikel rief er alle Christinnen und Christen auf, sich „dem Ungeist mutig entgegenzustellen“, der sich in rechtsextremen Deportationsideen ausdrücke.

Anlass für die zahlreichen jüngeren Demonstrationen und die Kritik war ein Treffen in einer Potsdamer Villa, über das das Medienhaus Correctiv berichtet hat. Daran hatten mehrere AfD-Politiker teilgenommen sowie einzelne Mitglieder der CDU und der sehr konservativen Werteunion. Der frühere Kopf der rechtsextremen Identitären Bewegung in Österreich, Martin Sellner, hatte dort nach eigenen Angaben über „Remigration“ gesprochen. Wenn Rechtsextremisten diesen Begriff verwenden, meinen sie in der Regel, dass eine große Zahl von Menschen ausländischer Herkunft das Land verlassen soll – auch unter Zwang.

PM der Landeskirche