2. Bundesliga: Tabellenführung gefährdet: Kiel verliert gegen Braunschweig

Erst sieht es nach dem Kieler Traumstart aus: Skrzybski trifft aus 60 Metern. Doch dann läuft es nicht mehr für den Tabellenführer. Braunschweig feiert einen wichtigen Sieg.

Tabellenführer Holstein Kiel ist unglücklich in die Rückrunde der 2. Fußball-Bundesliga gestartet. Nach der unterhaltsamen Partie gegen Abstiegskandidat Eintracht Braunschweig muss sich die Mannschaft von Trainer Marcel Rapp insgesamt zurecht geschlagen geben. Die Niedersachsen gewannen am Freitag 2:1 (1:1). Für die Kieler ist es die erste Niederlage nach zuvor sechs Liga-Partien ohne Pleite. Konkurrent FC St. Pauli kann durch einen Sieg am Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern Platz eins zurückerlangen.

„Insgesamt war es nicht die Art und Weise von Fußball, die wir uns vorgestellt haben“, sagte Torschütze Steven Skrzybski dem Sender Sky. Der schöne Distanztreffer des 31 Jahre alten Offensivspielers aus knapp 60 Metern blieb letztlich wirkungslos. „Trotzdem wirft uns so ein Spiel nicht aus der Bahn“, betonte Skrzybski. Aus seiner Sicht habe Kiel nicht immer die richtige Entscheidung getroffen und einige technische Fehler gemacht.

Skrzybski (11. Minute) verzückte das Kieler Publikum zunächst mit seinem Treffer. Nach einem Eckball der Gäste hatte er sich den Ball geschnappt und versuchte aus großer Entfernung sein Glück. Braunschweigs Torwart Ron-Thorben Hoffmann war von Skrzybski unkonventioneller Idee komplett überrascht und konnte den Traumstart der Hausherren nicht verhindern.

Fabio Kaufmann (43.) und Rayan Philippe (57.) ärgerten die ersatzgeschwächten Gastgeber dann jedoch kräftig. Der vermeintliche zweite Treffer von Philippe (80.) wurde wegen Abseits zurückgenommen.

Die Eintracht war immer besser in die Partie gekommen und siegte insgesamt verdient. Auch, weil Torwart Hoffmann in der Nachspielzeit zweimal den Drei-Punkte-Erfolg sicherte. Für die Eintracht ist es ein wichtiger Erfolg im Tabellenkeller. Trainer Daniel Scherning stellte die Qualität seiner Mannschaft heraus: „Wir sehen, wir können kicken.“

Die Norddeutschen, die in der Hinrunde auch immer gut gekickt haben, mussten unter anderem auf Fiete Arp, Kapitän Philipp Sander und Benedikt Pichler verzichten. Laut Skrzybski dürfe man wegen der Ausfälle aber nicht „in Selbstmitleid versinken“.

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