Kommunen: Northeims Bürgermeister kritisiert „Graf-Otto-Preis“ der AfD

Northeims Bürgermeister Simon Hartmann (SPD) hat die Vergabe eines „Graf-Otto-Preises“ durch die AfD kritisiert. Dass der Name „Graf Otto“ für eine Auszeichnung politisch genutzt werde, halte er für sehr bedenklich, hieß es in einer Pressemitteilung von Mittwochabend.

Northeims Bürgermeister Simon Hartmann (SPD) hat die Vergabe eines „Graf-Otto-Preises“ durch die AfD kritisiert. Dass der Name „Graf Otto“ für eine Auszeichnung politisch genutzt werde, halte er für sehr bedenklich, hieß es in einer Pressemitteilung von Mittwochabend.

Der Kreisverband der AfD hatte den Preis bei ihrem Neujahrsempfang am 12. Januar im Bürgersaal Northeim an den Thüringer AfD-Chef Björn Höcke verliehen. „Zum ersten Mal wurde der Graf-Otto-Preis vom AfD Kreisverband Northeim an einen herausragenden deutschen Politiker überreicht“, hieß es dazu auf der Webseite des Kreisverbandes. Der Thüringer Landesverband der AfD wird vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft.

In der an den Bürgersaal angrenzenden Nikolai-Kapelle ist das Grab von Graf Otto von Northeim, der von 1061 bis 1070 Herzog von Bayern war. Rechtlich könne eine Verleihung der Auszeichnung nicht verboten werden, da der Name Graf Otto von Northeim nicht geschützt sei, sagte Bürgermeister Hartmann. Er wolle aber die künftige Nutzung des Bürgersaals zu politischen Zwecken prüfen lassen. Hartmann betonte, dass er in den vergangenen Tagen viele Gespräche geführt habe. Dabei sei klar geworden, „dass Northeim eine Stadt bleibt, in der Zusammenhalt, Toleranz und Demokratie gelebt werden“.