ARD-Krimi: Die Tierärztin ist plötzlich bei der Polizei: In dieser „Nord bei Nordwest“-Folge ist alles anders

In der dritten neuen Folge von „Nord bei Nordwest“ fällt Hauke Jacobs ins Koma. Daraufhin erlebt er den gleichen Tag noch einmal – allerdings ist diesmal alles etwas anders.

Für einen kurzen Moment wähnt man sich in „Und täglich grüßt das Murmeltier“: Hauke Jacobs (Hinnerk Schönemann) wird durch das klingelnde Handy geweckt, das ihm sein Hund Holly ans Bett apportiert hat – und auf einen Bauernhof gerufen, wo er einer Sau bei der Geburt ihrer Ferkel helfen soll. Genau wie 24 Stunden zuvor.

Doch anders als in dem Filmklassiker mit Bill Murray wird hier nicht der ewig gleiche Tag durchgespielt. Vielmehr ist bei der Wiederholung einiges anders. Als Jacobs am Bauernhof ankommt, erwartet ihn zu seiner Verwunderung seine Polizei-Kollegin Hannah Wagner (Jana Klinge), die nun Tierärztin ist. Jule Christiansen (Marleen Lohse) arbeitet dagegen mit ihm auf dem Revier. 

„Nord bei Nordwest“: Hauke Jacobs liegt im Koma

Glaubt Hauke Jacobs zunächst, die beiden Damen machten einen Scherz mit ihm, so erfährt er bald die bittere Wahrheit: Er wurde bei einem Polizeieinsatz lebensgefährlich verletzt. Genau wie der Schütze, der aus dem Gefängnis geflohenen Mörder Wigald Tomke (Milton Welsh). Beide liegen im Koma, nur einer wird jedoch überleben. Nämlich der, an den sich andere Menschen noch erinnern. STERN PAID 26_23 Krimis Nordsee 20.06

Und so macht Tomke in der Parallelwelt Jagd auf alle Menschen, die Jacobs nahe stehen. Der versucht seinerseits den Mörder zu stoppen. Es entspinnt sich ein brisantes Katz-und-Maus-Spiel, bei dem am Ende ausgerechnet der Hund Holly eine entscheidende Rolle spielt.

Mit „Die letzte Fähre“ schlägt die Krimireihe „Nord bei Nordwest“ in der dritten von drei neuen Folgen einen neuen Ton an: Sie begibt sich auf die Spur bekannter Hollywood-Werke. Tatsächlich stand nicht „Und täglich grüßt das Murmeltier“ Pate, sondern die in den Nuller Jahren populären Filme nach den Drehbüchern von Charlie Kaufmann. Filme wie „Being John Malkovich“, „Adaption“ oder „Vergiss mein nicht!“, in denen die Grenze zwischen Realität und Traumwelt verschwimmt. Zwar erreicht „Die letzte Fähre“ nicht die Klasse und Gedankentiefe dieser Vorbilder. Doch im Rahmen eines Prime-Time-Krimis ist das keine geringe Leistung. 

Und auch für Nicht-Cineasten ist gesorgt: Hauke Jacobs landet endlich mit einer der beiden ihn anbetenden Frauen im Bett.

„Nord bei Nordwest – Die letzte Fähre“ läuft am Donnerstag, 18. Januar, um 20.15 Uhr im Ersten

Diese Folgen von „Nord bei Nordwest“ liefen zuletzt:

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