Samsung Galaxy Unpacked 2024: Samsung möchte neue KI-Ära einläuten

Samsung setzt bei Smartphones künftig verstärkt auf Künstliche Intelligenz. Aber wie kommt KI in der neuen Galaxy-S-Reihe zum Einsatz?

„Eine neue Ära“ mobiler Künstlicher Intelligenz (KI), die „voller Möglichkeiten“ steckt, versprach Samsung schon in der Einladung zum Galaxy-Unpacked-Event am 17. Januar. Entsprechend rückten die neuen Smartphone-Modelle der Galaxy-S24-Reihe bei der Präsentation des Elektronikkonzerns zunächst in den Hintergrund. Alles drehte sich am Anfang um KI-unterstützte Funktionen.

Heureka, die neuen KI-Funktionen…

Samsungs Smartphone-Chef TM Roh bezeichnete die Vorstellung rund um „Galaxy AI“ als „Heureka-Moment“. Der Konzern möchte künftig unter anderem möglichst einfach Sprachbarrieren überwinden. So soll es etwa mit „Live Translate“ möglich sein, Telefongespräche direkt zu übersetzen – am Hörer und auf dem Display der neuen Smartphones. Entsprechend wird es auch einen Übersetzer für Interaktionen auf der Straße geben sowie „Chat Assist“ in Text-Chats mit anderen Personen. Der KI-Übersetzer soll zum Start 13 Sprachen unterstützen – darunter etwa Deutsch, Englisch und Spanisch.

Die KI soll über „Note Assist“ zudem dabei helfen, Notizen zu streamlinen und automatisch zusammenzufassen. „Transcript Assist“ hilft unterdessen, aufgezeichnete Gespräche zu transkribieren und zu übersetzen. Dabei kann die KI zwischen unterschiedlichen Stimmen unterscheiden und auch hier Zusammenfassungen erstellen.

Mit einem Kreis zum nächsten Restaurantbesuch

Eines der Highlights, einen „neuen Weg zu suchen“, hat Samsung zusammen mit Google entwickelt. Über die „Circle to Search“-Funktion wird es möglich sein, mit simplen Gesten auf Android-Smartphones jederzeit Suchanfragen zu stellen – ohne zwischen Apps wechseln zu müssen.

Nutzerinnen und Nutzer drücken die Home-Taste und kreisen dann ein Objekt auf dem Display ein, fahren mit dem Finger über eine Zeile in einem Chat oder wischen über einen abgebildeten Gegenstand. Schon ploppt die Suche auf und User finden etwa den Standort eines erwähnten Restaurants oder ähnliche Kleidungsstücke wie die einer Influencerin in deren Insta-Post. Die vorgestellte Funktion für Android-Smartphones wird es laut des Suchmaschinen-Riesen zunächst aber nur für die drei neuen Modelle der Galaxy-S24-Reihe, das Pixel 8 und das Pixel 8 Pro von Google geben – ab dem 31. Januar auch in Deutschland.

Die „ProVisual Engine“ der S24-Serie umfasst derweil KI-gesteuerte Tools, die es erleichtern sollen, Fotos und Videos auf hohem Niveau zu knipsen beziehungsweise aufzunehmen. Die Smartphones liefern dank „Galaxy AI“ etwa Vorschläge für Optimierungen von Bildern. Nutzerinnen und Nutzer können Reflexionen entfernen, über generative KI Objekte und auch Personen in Fotos verschieben oder Videos via „Instant Slow-Mo“ nachträglich verlangsamen.

Galaxy S24 Ultra, Galaxy S24+ und Galaxy S24

Zum Einsatz kommt das alles bei den neuen Modellen Galaxy S24 Ultra, Galaxy S24+ und Galaxy S24. Die Ultra-Variante besitzt ein Quad-Tele-Kamerasystem mit 5-fach optischem Zoom und 50-Megapixel-Sensor. Ausreichend Performance soll laut Samsung ein Snapdragon 8 Gen 3 for Galaxy-Prozessor bieten. Das flachere 6,8-Zoll-Display der Ultra-Variante erstrahlt mit einer Helligkeit von bis zu 2.600 Nits und soll dank „Corning Gorilla Armor“ unter anderem besonders Widerstandsfähigkeit gegen Kratzer sein. Das Smartphone besitzt einen Rahmen aus Titan und ist in den Farben „Titanium Gray“, „Titanium Black“, „Titanium Violet“ und „Titanium Yellow“ bereits vorbestellbar.

Die kleineren Geschwister S24+ (6,7 Zoll) und S24 (6,2 Zoll) kommen in den Farben „Onyx Black“, „Marble Gray“, „Cobalt Violet“ sowie „Amber Yellow“ daher und sind ebenfalls schon vorbestellbar. Je nach Speichergröße kostet das Galaxy S24 ab 899 Euro, das Galaxy S24+ ab 1.149 Euro und das Galaxy S24 Ultra ab 1.449 Euro. Versandt werden die Geräte nach aktuellem Stand der Samsung-Website ab dem 24. Januar. Dort gibt es die Smartphones außerdem jeweils in zusätzlichen blauen, grünen und orangen Farbvarianten.