Finanzspritze: Einer dieser beiden Investmentriesen schnappt sich die Bundesliga

Blackstone oder CVC: Zwischen diesen beiden Finanzkapitalkonzernen wird sich die DFL als Investor entscheiden, wie die Bundesligabetreiber mitteilten. Es geht um eine Milliarde Euro und 20 Jahre Laufzeit.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat die Zahl der Bewerber bei der Auswahl eines möglichen Investors weiter reduziert. Von den anfangs fünf und im Dezember noch drei übrig gebliebenen Kandidaten sind nun noch zwei im Rennen. Wie die DFL mitteilte, handelt es sich um Blackstone und CVC. Mit den beiden möglichen Vermarktungspartnern werde es „in den kommenden Wochen“ weitere Verhandlungen geben. Die Wahl pro Blackstone und CVC fiel einstimmig aus.

Bundesliga-Einstieg für 20 Jahre

Blackstone zählt zu den größten Investmentfirmen der Welt. Sie ist an der Deutschen Telekom, Allianz, Jack Wolfskin und Leica beteiligt. CVC kommt aus dem Wagniskapitalgeschäft und war Ende der 90er-Jahre bei der Deutschen Telekom eingestiegen.

FAQ Investor in der DFL 07.19

Für eine prozentuale Beteiligung an den TV-Erlösen soll ein Finanzinvestor eine Milliarde Euro zahlen. Der Vertrag soll eine Maximallaufzeit von 20 Jahren haben und bis zum Beginn der Saison 2024/25 unterzeichnet sein. Der Prozess läuft bis Ende März, wie die DFL nach der Mitgliederversammlung kurz vor Weihnachten erklärt hatte. Die Liga will das Geld vornehmlich für den Ausbau ihrer Infrastruktur nutzen. Dazu zählen eine weitere Digitalisierung und Internationalisierung sowie der Aufbau einer eigenen Streamingplattform. 

Fußballfans sind erbost

Aus dem Lager der organisierten Fanszenen gibt es unverändert heftige Kritik an der Entscheidung. Die Anhänger protestierten auch am ersten Spieltag nach der Winterpause in vielen Stadien mit Spruchbändern gegen den geplanten Investoren-Einstieg.