Hochwasserschutz: Naturschützer wollen natürliche Überschwemmungsräume zurück

Nach dem Hochwasser in Niedersachsen hat der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) dazu aufgerufen, natürliche Überschwemmungsräume zurückzugewinnen. Notwendig sei ein „Umdenken“, um für künftig zu erwartende Extremsituationen gerüstet zu sein, sagte die niedersächsische BUND-Landesversitzende Susanne Gerstner am Freitag. „Wir müssen unseren Flüssen wieder mehr Raum geben.“ Gerade in der Klima- und Artenkrise seien naturnahe Flussläufe und ihre Auen von zentraler Bedeutung: „Sie puffern die Folgen von Hochwasser und Dürren auf natürliche Weise ab.“ Gleichzeitig seien sie als Kohlenstoffspeicher wichtig für den Klimaschutz.

Nach dem Hochwasser in Niedersachsen hat der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) dazu aufgerufen, natürliche Überschwemmungsräume zurückzugewinnen. Notwendig sei ein „Umdenken“, um für künftig zu erwartende Extremsituationen gerüstet zu sein, sagte die niedersächsische BUND-Landesversitzende Susanne Gerstner am Freitag. „Wir müssen unseren Flüssen wieder mehr Raum geben.“ Gerade in der Klima- und Artenkrise seien naturnahe Flussläufe und ihre Auen von zentraler Bedeutung: „Sie puffern die Folgen von Hochwasser und Dürren auf natürliche Weise ab.“ Gleichzeitig seien sie als Kohlenstoffspeicher wichtig für den Klimaschutz.

Nach Angaben der Organisation konnte das Hochwasser in Niedersachsen dank zahlreicher Rettungskräfte und der Freiwilligen weitgehend unter Kontrolle gehalten werden. Extreme Witterungsverhältnisse wie heftiger Starkregen im Winterhalbjahr und lange Trockenheit im Sommer dürften sich demnach wegen der Klimakrise mit hoher Wahrscheinlichkeit künftig häufen.

Laut Auenzustandsbericht wurden in der Vergangenheit bundesweit zwei Drittel der natürlichen Überschwemmungsflächen der Flüsse verbaut oder durch Deiche von den Gewässern getrennt, wie der BUND mitteilte.

Nur zehn Prozent der Auen seien intakt. Dazu komme die Versiegelung der Landschaft – Niederschläge könnten nicht mehr versickern, sondern erreichten viel zu schnell die Bäche und Flüsse. Die Organisation forderte die Wiederanbindung von Überschwemmungsflächen an Bäche und Flüsse, die Rückverlegung von Deichen, die Renaturierung von Gewässern und Auen und die Wiederanbindung von Altarmen.

„Seit 2009 wurden deutschlandweit 4200 Hektar Überschwemmungsflächen reaktiviert“, sagte Gerstner. Das entspreche einer Vergrößerung um 1,5 Prozent – und in der Gesamtbilanz zu wenig.